Unser nächstes Ziel war der Karijini Nationalpark. Zu diesem hat uns Andrea mehrmals eingeschärft, dass wir unbedingt ALLE Wanderungen machen müssen 😀🥾. Leider war es auch hier so (ähnlich wie im Francois Peron NP), dass es zuvor in der Gegend Unwetter gegeben hat… wir haben von unterwegs immer wieder die Meldungen auf der Nationalparkhomepage gecheckt und haben gesehen, dass deswegen zahlreiche Wege, Gorges und Lookouts gesperrt waren. Hier sind die Schluchten eng und bei Unwettern ist die Gefahr von Flashfloods groß. Aber wir sind ja Glückskinder und als wir da waren, war bis auf einen Weg alles wieder offen und das Wetter sonnig. Aber es war KALT! Vor allem in der Nacht. Wir haben festgestellt, dass Elias´ Schlafsack leider nicht besonders warm hält bei niedrigen Temperaturen, deshalb hat er mit Carina getauscht, die mit zahlreichen Schichten bis hin zur Daunenjacke geschlafen hat. Zuhause bekommt er einen gescheiten.
Die Campingplatzsuche hat sich etwas schwierig gestaltet – die Plätze im Nationalpark waren beide voll, rundherum haben wir zwar einige schöne freie Plätze auf Wikicamps gefunden, wollten den Hänger aber nicht mit in den NP nehmen und waren uns unsicher, ob wir ihn unbeaufsichtigt stehen lassen sollen. Theoretisch müsste man ihn ja einfach anhängen und mitnehmen. Johannes konnte schlussendlich einen Platz auf dem Campingplatz in der nahen Minenstadt Tom Price ergattern, was aber bedeutete, jeden Tag mindestens 30-45 Minuten in den NP zu fahren. Was solls. Tom Price selbst ist nicht sonderlich aufregend, aber es hat ein Krankenhaus! Welches wir schon bald besucht haben, denn Johannes Finger ist wirklich SEHR angeschwollen und hat ihm ordentlich weh getan und wir wollten sicher gehen, dass nichts gebrochen ist. War es zum Glück nicht und ein paar hundert Doller leichter (die wir uns von der Reiseversicherung zurückholen können – kennen wir ja schon von unserem letzten Australienurlaub) und einem Rezept für ein Antibiotikum und einen Reisetipp des Arztes für Broome in der Hand ist Johannes wieder raus.
Die nächsten Tage haben wir ALLES im NP gemacht, was es gibt. Tolle Wanderungen in Gorges mit Flussdurchquerungen bzw. am Rand des Felsens entlangkletternd, sind geschwommen und haben besichtigt und gestaunt. Ein wirklich schöner Nationalpark! Kurzentschlossen sind wir an einem späten Nachmittag die 4WD-Strecke auf den Mount Nameless gefahren, um den Sonnenuntergang zu sehen (den wir knapp verpasst haben). Das war wirklich sehr abenteuerlich über große Steine, Auswaschungen und recht steil. Danke, liebes Auto, dass du das mit uns gemacht hast, Flöckchen hätte uns da definitiv nicht rauf gebracht. Johannes ist den Berg am nächsten Tag noch rauf “gelaufen“ – oder eher geklettert. Wir haben dann zusammengepackt uns sind nochmal von der anderen Seite in den NP reingefahren und haben den Hamersley Gorge besucht und die Nacht auf einem sehr genialen freien Platz verbracht und bei Sonnenuntergang ein Feuerchen gemacht.



























































































Hallo ihr Lieben, das ist einfach unglaublich, was ihr auf eurer Reise alles entdeckt und genießt.. Eure Erlebnisse sind so einzigartig und eure Berichte lesen sich aufregender und besser als der spannendste Abenteuerroman. Ihr seid großartig!
Liebe Grüße Erni