In Broome, um Broome und rund um Broome herum. (@Fam. Bauer 😜)

Wir sind wirklich früh aufgestanden und das hat sich ausgezahlt, denn wir waren die ersten und konnten einen der begehrten Plätze auf dem Campingplatz ergattern. Der Platz war auf den ersten Blick ganz schön voll und dicht gedrängt, war aber eigentlich recht nett. Inzwischen sehen wir auch immer mehr Aborigine-Bevölkerung, was wir weiter im Süden ganz schön vermisst haben. Gleichzeitig sehen wir uns mit den Problemen konfrontiert, die sich durch die schwierige Geschichte ergeben haben. Zum Beispiel als wir vom Campingplatz wieder zum draußen parkenden Auto gehen. Hier ist ein Spielplatz nebenan und es kommt gerade ein Mann der Stadtverwaltung und meint, ob wir eh nicht mit unseren Kindern dorthin gehen, denn dort sei alles voller Spritzen. Wir sehen ihm zu, wie er eine Spritze nach der anderen vom Boden einsammelt. Auch auf jedem Klo gibt es spezielle Behälter, wo man die gebrauchten Spritzen entsorgen kann.

Die nächsten Tage haben wir die Stadt und die Umgebung erforscht. Der Cable Beach wird immer wieder als DER Spot für den Sonnenuntergang propagiert und da sind wir ja immer sehr vorsichtig bei solchen Empfehlungen, aber man muss wirklich sagen, hier ist der Sonnenuntergang wirklich, wirklich wunderschön! Carina als Expertin für Sonnenuntergänge, reiht diese hier in die Schönsten ein, die sie je gesehen hat. Es ist einfach einmalig, wie sich die Farben im noch nassen Sand spiegeln, wenn sich das Meer gerade zur Ebbe zurückgezogen hat!

Wir haben uns die Krokodile im Malcolm Douglas Crocodile Park angeschaut, waren bummeln, Carina war bei der Pediküre und Amelie hat sich die Nägel lackieren lassen. Einen ganz besonderen Ausflug haben wir Johannes verletztem Finger zu verdanken, den Tipp haben wir von dem Arzt im Krankenhaus von Tom Price bekommen. In der Gegend ist der Tidenhub besonders groß, was bedeutet, dass es einen extremen Unterschied zwischen Flut und Ebbe gibt. Manchmal ist das aber stärker, manchmal etwas weniger stark, verändert sich zyklisch. Wenn es besonders stark ist – an einigen Tagen im Monat – kann man sich dies in Coconut Well für einen besonderen Spaß zunutze machen. Dort gibt es eine längere Lagune mit einem schmalen Zugang zum Meer. Bei Ebbe geht man die trockene Lagune bis zum Meereszugang – idealerweise hat man diverse Schwimmreifen dabei – und wartet darauf, dass die Flut kommt. Und dann lässt man sich ganz gemütlich mit der Flut durch die sich mit Wasser füllende Lagune zurück zum Parkplatz tragen. Das war wirklich ein einmaliges Erlebnis! Am Abend waren wir dann noch im ältesten Freiluftkino der Welt und haben uns den neuen Minions Film angeschaut 🎬.

Rund um Broome gibt es einige echte versteinerte Dinosaurierspuren, die wir aber leider nicht sehen konnten, da diese wiederum nur bei extrem geringen Tidenhub (einige wenige Tage im Monat) zu sehen sind und sonst andauernd unter Wasser sind.

Außerdem haben sich Johannes und Elias ein neues Hobby zugelegt, an dem man in Australien fast nicht vorbei kommt – das Fischen. Sie sind jetzt stolze Besitzer von zwei Angeln und versuchen immer wieder ihr Glück. Die ganze Familie ist sich noch nicht so ganz sicher, ob wir uns wünschen sollen, dass ein Fisch anbeißt oder nicht, denn niemand weiß so recht, was wir dann damit machen sollen . Mehrmals waren wir deshalb bei der Town Jetty, von wo aus wir auch Schildkröten, Stingrays und sogar Haie gesehen haben. Einmal hat ein anderer Fischer dort einen Fisch aus dem Wasser gezogen, der den Fischer dafür mit seinen spitzen Zähnen in die Zehe gebissen hat. Das hat ganz schön geblutet. Und dann war der Fisch (wie wir von einem angelnden Aborigine gelernt haben) nicht mal essbar. Bei unseren beiden Männern hat nichts angebissen. Das waren ein paar sehr feine, gemütliche Tage in Broome.

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