Exmouth – Haie, Mechaniker und die erste Schlange

Nach Coral Bay ging es weiter nach Exmouth, wo wir schon vor Wochen ein ganz besonderes Date arrangiert haben. Dazu aber im nächsten Beitrag mehr…

Zum Glück haben wir damals auch schon den Campingplatz vorgebucht, denn wegen der australischen Schulferien ist hier alles komplett ausgebucht. Wir haben immer wieder versucht, noch eine Nacht dazu zu buchen, doch vergebens. Wir sind am frühen Nachmittag angekommen, haben schnell den Hänger am Platz abgestellt und sind direkt weiter in den Cape Range NP, um den ersten Strand – Turquoise Bay – anzusteuern.

Und das war perfekt! Dieser Strand hat eine natürliche Strömung in eine Richtung, so kann man den Strand etwas entlang gehen, die Schnorchelausrüstung anlegen, ein paar Meter ins Wasser schwimmen und sich ganz gemütlich über das Riff tragen lassen. Und dabei die unendlich schöne Unterwasserwelt bestaunen. Vor allem für die Kinder ist das großartig! Was wir alles gesehen haben! Wir sind durch riesige Schwärme größerer und kleinerer bunter Fische geschwommen, haben große bunte Fische gesehen – die mit den lustigen „Nasen“, lange dünne, dicke, flache – Seegurken und Seesterne. Eines der Highlights waren für Elias sicherlich die Riffhaie. Anfangs war er noch skeptisch, später ist er ihnen so schnell er kann hinterher geschwommen, um sie möglichst lange zu sehen. Einmal sind Carina und Elias einer Meeresschildkröte begegnet, die sie minutenlang begleitet haben. Und am Meeresboden war ein riesengroßer Rochen zu sehen. Unglaublich toll!!!

Wir sind das letzte Mal in Australien ja beim berühmten Great Barrier Reef geschnorchelt, aber das Ningaloo Reef ist mindestens genau so schön und für die Kinder ist es natürlich besonders toll, dass man das alles direkt vom Strand aus sehen kann und nicht immer erst mit dem Boot ins Meer fahren muss.

Die nächsten Tage sind wir noch in den Yardie Creek gewandert, wo Amelie Flughunde im Baum hängen gesehen und uns gezeigt hat und wir Schwarzfußfelsenkängurus entdeckt haben, die es nur hier gibt. Außerdem haben wir eine sehr nette Wanderung durch den Mandu Mandu Gorge gemacht. Hier wandert man zuerst ein sehr hübsches ausgetrocknetes Bachbett entlang und dann bergauf die Klippen des Gorges. rauf und zurück.

Zweimal haben wir den Sonnenuntergang vom Leuchtturm aus bewundert. Und wir sind sogar einer Schlange begegnet (bisher die erste und einzige) … und wir sind uns ziemlich sicher, dass es eine Brownsnake war, die zweitgiftigste Schlange der Welt. In dem Fall waren wir allerdings die gefährlicheren Lebewesen, denn wir hatten sie beinahe mit dem Auto überfahren. Schlussendlich hatten wir wie immer Glück und konnten doch noch eine Nacht am Overflowplatz campen.

Leider hat plötzlich der Strom in unserem Hänger nicht mehr funktioniert und nach ausführlicher Fehlersuche hat Johannes herumtelefoniert und schlussendlich einen mobilen Mechaniker aufgetrieben, der sich mit uns bei der „großen roten Garnele“ getroffen hat :-). Er kam – sehr australisch – in Badehose, aber immerhin hatte er Sicherheitsschuhe an. Und er hat den Fehler schnell gefunden und repariert. Johannes versucht schon seit geraumer Zeit, die Hängerkupplung am Auto umzudrehen, damit sie etwas höher sitzt und der Hänger eine etwas bessere Position hat, doch die Befestigung ist so verrostet, dass sie sich einfach nicht lösen lässt. Darauf angesprochen, hat der Mechaniker nur gemeint :“Welcome to Oz!“. Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, hier rostet alles.

Recht kurz entschlossen haben wir als Abschluss noch einen Flug in einem Kleinflugzeug gebucht. Leider war es so klein, dass wir nicht alle reingepasst haben und so haben sich Johannes und Liam eine schöne Zeit in der „Stadt“ gemacht. Der Flug war aufregend für die Kinder! Und es war toll, diese Landschaft von oben zu sehen. Diese Farben! Das rot der Canyons, das rot und weiß der Strände und Türkis in allen Schattierungen durchzogen vom braun der Riffe und plötzlich tiefblau als das Riff aufhört und das tiefe Meer beginnt. Wunderschön. Und immer wieder sieht man ganz viele Buckelwale aus dem Meer zum Atmen auftauchen und springen. Die Buckelwalsaison hat gerade begonnen und sie strömen zahlreich in die Gegend. Durch den Funk können wir die Frage eines anderen Flugzeuges mithören, ob unsere Pilotin ein anderes, begehrtes Meerestier sehen kann. Sie verneint und meint, es gebe aber eine Reihe an Buckelwalen. Die Antwort: „Yes – its a Highway!“. Und genauso scheint es, die gesamte Küste entlang schwimmen sie, diese wunderschönen Tiere.

Music by Vitaly Vakulenko from Pixabay

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